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21./22. Juli 2017
Natursportpark Blankenfelde
21 July 2017 18:00:00

Das Blankit Open Air wird präsentiert von Radio Fritz.

„Was die hier abliefern, ist echt genial“

Das 2. Open-Air-Festival „Blank It“ zog rund 800 Musikfreunde in den Natursportpark Blankenfelde

 

BLANKENFELDE - Petrus meinte es gut mit dem „Blank It“ in Blankenfelde. Am Samstag, pünktlich zum Start des Open Air-Festivals in Blankenfelde, brach die Sonne durch die Wolkendecke. „Damit haben wir schon eines unserer gesteckten Ziele erreicht und das ohne große Mühen unsererseits“, sagte Sven Breitenstein, der als Moderator durch das Programm führte, erleichtert.

Es blieb nicht das einzige Anliegen, das erreicht werden konnte. 600 Zuschauer hatten die Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr besucht, diese Zahl sollte nach Wunsch des vielköpfigen Organisationsteams diesmal überboten werden. Es gelang: rund 200 Besucher mehr kamen. „Vorrangig wollten wir aber natürlich wieder eine breite Palette verschiedenster Musik-Richtungen präsentieren und vor allem, dass alle, die hier waren, auch ihren Spaß hatten“, so Johannes Junge, Kopf des Organisationsteams, am nächsten Morgen. Auch da gilt: Ziel erreicht.

Ortsvorsteher Bernd Habermann eröffnete das Open-Air-Fest kurz nach 15 Uhr und gab zu, dass ihm der Krach einer solchen Veranstaltung eindeutig lieber ist als der demnächst zu erwartende Fluglärm vom BER. Querbeat betraten die Bühne als erste Band. Die vier jungen Musiker waren neben Paranoia und Blind Passenger die Lokalmatadoren an diesem Tag. Vor allem für die beiden letztgenannten Gruppen war es auch eine Reise in die Vergangenheit, traten sie doch schon vor knapp zehn Jahren bei den BOA-Festivals auf und mussten seitdem einen musikalischen Leerlauf ihres Heimatortes miterleben. Aus diesem Grund zeigte sich ganz besonders Nik Page, Frontmann von Blind Passenger, hocherfreut, dass diese Lücke jetzt wieder geschlossen werden konnte. „Ich weiß selbst, wie viel Arbeit hinter der Organisation einer solchen Veranstaltung steckt. Daher ist das eine sehr coole Aktion.“

Während für Five Kiss Prophecy und Nihao? die Anreise aus Berlin nicht lange dauerte, verbrachten die anderen Gruppen deutlich mehr Zeit auf den Autobahnen. Kyuchu reisten zum Beispiel aus Rostock an und Stephan Michme kam direkt aus Magdeburg. Der Moderator vom Radiosender hatte ja erst vor zwei Wochen bei laufender Sendung spontan sein Mitwirken zugesagt. Sein Auftritt kam so spontan zustande, dass er die erste Probe mit seiner Duettpartnerin Anne Haight im Auto direkt hinter der Bühne abhielt. Dennoch hat er sein Kommen alles andere als bereut. „Es hat einfach Spaß gemacht, hier zu spielen“, meinte er.

Die Bands, die die weitesten Wege hinter sich hatten, machten bei einsetzender Dämmerung dann am meisten Stimmung. Zunächst sorgten Emma 6 aus Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) dafür, dass das Publikum näher an die Bühne heranrückte und das getanzt wurde. „Für so einen kleinen Ort ist das einfach mal ein richtig gutes Festival“, freute sich Sänger und Gitarrist Peter Trevisan. „Es wäre echt eine gute Sache, wenn es in den nächsten Jahren noch weiter wachsen würde, und wir wieder eingeladen werden.“ Ähnlich sahen es auch viele der Zuschauer. Und das Highlight des Abends stand noch aus. Gordon Moch aus Rangsdorf fand: „Emma 6 waren schon wirklich gut, aber was die jetzt hier abliefern, ist echt genial.“ Gemeint waren Alex im Westerland aus Frankfurt am Main.

Die vier jungen Männer coverten ausschließlich Songs der deutschen Punk-Bands Die Toten Hosen und Die Ärzte, dies aber mit einer Spielfreude, die sich sofort auch auf die Zuschauer übertrug. Der Sänger erklomm nicht nur zwischendurch immer mal wieder die Bühnenaufbauten, sondern ließ sich auch vom Publikum über die Tanzfläche tragen. Insgesamt drei Zugaben mussten gespielt werden, eine lange Wartezeit also für die DJ’s Robert und Jens, die auf ihren Einsatz für die After-Show-Party warteten.

Für das Blank It-Team kann angesichts der positiven Resonanzen nur der Ausspruch Trevisans von Emma 6 gelten: „Weiter so!“ (Von André Kasubke)

(Quelle: Märkische Allgemeine)