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21./22. Juli 2017
Natursportpark Blankenfelde
21 July 2017 18:00:00

Das Blankit Open Air wird präsentiert von Radio Fritz.

Blank It 2013

(photo by Heike Rummler)
(photo by Matthias Dillenhöfer)
(photo by Heike Rummler)
(photo by Bianka Zimmermann)
(photo by Bianka Zimmermann)

Rock in der Sonne

 

„Also hätte unser Auftritt noch länger gedauert, hätte ich die letzten Lieder im sitzen singen müssen“, erklärte Alex, die Sängerin der Band „Stella rockt“, sichtlich erschöpft. Und sie war nicht die einzige, die mit der Hitze zu kämpfen hatte. Das diesjährige Open Air-Festival Blank It konnte nicht nur mit zahlreichen hochkarätigen Bands, sondern auch mit beinahe tropischen Temperaturen die Gäste auf den Natursportpark Blankenfelde locken. Während diese sich aber unter den Wasserfontänen der extra aufgestellten Rasensprenger oder an den verschiedenen Getränkeständen abkühlen konnten, agierten die Akteure auf der Bühne im Schweiße ihres Angesichts – im wahrsten Sinne des Wortes. Dabei probierte jede Band ihr eigenes Mittel aus, um sich wenigstens ein bisschen dagegen zu wappnen. Ob diese dann aber tatsächlich geholfen haben, steht auf einem anderen Blatt Papier. Die jungen Frauen von „Stella rockt“ zum Beispiel, hatten sich vorgenommen, sich wegen der Hitze nicht so viel zu bewegen. „Aber so richtig funktioniert hat das nicht, ich bin halt doch ne Hüpfmaus“, gestand Alex lachend. Die fünf Jungs von „Meine“ aus Ludwigsfelde/Berlin versuchten hingegen das kühle Nass für sich zu nutzen. Kurz vor ihrem Auftritt beschossen sie sich noch gegenseitig mit Wasserpistolen. „The 2930´s“ begannen ihren Auftritt mit 3D-Brillen, die zwar zum standesgemäßen Bühnen-Outfit gehören, aber diesmal eventuell auch einen gewissen Schutz gegen die gleißende Abendsonne boten. Die schwarzen Hemden der drei Musiker jedoch waren bereits nach den ersten Takten komplett durchgeschwitzt.

„Tonbandgerät“ aus Hamburg, bestehend aus den beiden Schwestern Sophia und Isa, Schlagzeuger Jakob und dem Sänger Ole, hatten sich die Zeit bis zu ihrem Gig auf dem nahen Beachvolleyballplatz vertrieben, um sich dort an die Temperaturen zu akklimatisieren. Aber bei den Gewinnern des New Music Award 2012, einem Nachwuchswettbewerb der Musikbranche, hätte es wahrscheinlich auch in Strömen regnen können, der Platz vor der Bühne wäre nicht leer geworden. Denn zahlreiche Fans nahmen diesen in Beschlag und sangen lauthals die Texte mit. „Ich war echt erfreut, dass so viele Menschen hier bereits unsere Lieder kennen“, freute sich Ole hinterher. „Ich hatte vorher schon gute Laune, aber das hat dann noch mal einen extra Anschub gegeben.“ Auch für das Festival an sich fand er überaus lobende Worte: „Die Veranstalter hängen sich hier richtig rein, das hat hier schon fast Profi-Charakter.“ Worte, die Johannes Junge und seine zahlreichen Mitstreiter des Organisationsteams gerne hören. Immerhin sind sie in diesem Jahr einen etwas anderen Weg gegangen, indem sie für die Hauptacts des Tages auf Bands gesetzt haben, deren Programm ausschließlich aus eigenen Songs besteht. Das sich das gelohnt hat, bewiesen zum Abschluß auch „Bakkushan“ (aus dem japanischen und bedeutet sinngemäß übersetzt: eine Person, die von hinten besser aussieht als von vorne), die ihr Publikum nach einem langen und überaus heißen Tag tatsächlich noch einmal zum schwitzen bringen konnten.

(Von André Kasubke)

(Quelle: Märkische Allgemeine)